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LoRaWAN-Stromsensor zum Nachrüsten für die verkabelungsfreie Verbrauchsmessung im Bestand - Konfiguration und Konfektion durch ime für den sofortigen Projekteinsatz.

LoRaWAN-Stromsensoren: Energieverbrauch nachrüsten, ganz ohne neue Verkabelung

Energieverbräuche nachrüsten - ohne neue Verkabelung. Wann sich LoRaWAN-Stromsensoren lohnen, worauf es bei der Auswahl ankommt und wie die Gateway-Anbindung gelingt.

Steigende Energiekosten, ISO 50001, das Energieeffizienzgesetz (EnEfG): Der Druck, Verbräuche nicht mehr nur zu schätzen, sondern zu messen, wächst in fast jedem Betrieb. Das Problem beginnt aber schon vor der ersten Kennzahl, nämlich an der Frage, wie Sie die Messwerte überhaupt aus dem Schaltschrank herausbekommen. Eine einzelne Maschine, ein Nebenzähler oder eine Unterverteilung im Altbau lässt sich selten mal eben verkabeln.

Genau hier setzt ein LoRaWAN-Stromsensor an. Er erfasst den Verbrauch am vorhandenen Zähler oder direkt an der Messstelle und funkt die Werte per LoRaWAN an ein Gateway, ohne dass Sie neue Datenleitungen ziehen, Wände aufstemmen oder einen Elektriker für die Netzwerkseite bestellen müssen. In diesem Beitrag erfahren Sie, wann sich ein LoRaWAN-Stromsensor lohnt, worauf Sie bei der Auswahl achten sollten und wie die Anbindung ans Gateway funktioniert.

Warum überhaupt funkbasiert messen?

Sie haben grundsätzlich drei Wege, einen zusätzlichen Messpunkt zu erschließen.

Der erste: Sie tun nichts und rechnen weiter mit Schätzwerten aus der Jahresabrechnung. Das kostet nichts, bis der erste Verbraucher unbemerkt zum Stromfresser wird oder ein Audit belastbare Zahlen verlangt. Ohne Messwerte bleibt jede Einsparmaßnahme ein Blindflug.

Der zweite: klassische, kabelgebundene Unterzähler-Messung über Modbus oder M-Bus, etwa mit einem einphasigen MID-Energiezähler wie der HW group PRO380-Mod (Modbus-RTU) aus unserem Sortiment. Technisch sauber, aber jede Datenader will verlegt, jeder Bus terminiert und jeder Zähler in die vorhandene Infrastruktur eingebunden werden. In einem Neubau ist das der richtige Weg. Im Bestand (verteilte Zähler, lange Wege, dicke Wände) wird es schnell teuer und aufwendig.

Der dritte: LoRaWAN. Die Funktechnik ist genau für diesen Fall gemacht: wenige, kleine Datenmengen über große Reichweite, quer durch mehrere Wände, bei sehr geringem Stromverbrauch. Ein Sensor, ein Gateway, fertig. Statt jede Messstelle einzeln zu verkabeln, funken alle Sensoren auf dasselbe Gateway.

Wann sich ein LoRaWAN-Stromsensor lohnt

Am meisten profitieren Sie überall dort, wo eine Kabelverlegung in keinem Verhältnis zum Nutzen steht:

Verteilte Einzelverbraucher, die Sie separat sichtbar machen wollen: eine bestimmte Maschine, eine Kühlzelle, eine Ladeinfrastruktur. Bestandsgebäude, in denen nachträglich Datenleitungen zu ziehen unwirtschaftlich wäre. Unterverteilungen und Nebenzähler, die weit vom nächsten Netzwerkanschluss entfernt sitzen. Und temporäre Messkampagnen, bei denen Sie einen Verbraucher nur für einige Wochen beobachten wollen, bevor Sie über eine feste Lösung entscheiden.

Wo ohnehin eine Leitung liegt und ein Zähler permanent in ein bestehendes Bussystem eingebunden werden soll, kann die kabelgebundene Unterzähler-Messung die pragmatischere Wahl bleiben. LoRaWAN spielt seine Stärke dort aus, wo der Weg zur Messstelle das eigentliche Hindernis ist.

Worauf Sie bei der Auswahl achten sollten

Ein LoRaWAN-Stromsensor ist schnell bestellt. Damit die Werte am Ende aber auch stimmen und ankommen, lohnt der Blick auf einige Punkte. Prüfen Sie diese jeweils gegen das aktuelle Datenblatt des Herstellers:

Messprinzip und Anschluss. Für das Nachrüsten gibt es mehrere bewährte Wege. Wollen Sie den Strom direkt messen, legen Sie einen LoRaWAN-Stromsensor mit aufklappbarem Split-Core-Stromwandler um den Leiter, ohne die Leitung aufzutrennen. Hat Ihr Zähler dagegen bereits einen Impulsausgang (S0), liest ein LoRaWAN-Impuls-Transceiver die Zählimpulse aus, und der Zähler bleibt unangetastet. Für vorhandene Messsignale gibt es zusätzlich Sensoren mit analogem Eingang (4-20 mA / 0-10 V), etwa den Watteco PRESS’O+. Ein Hinweis noch: Eine Stromzange misst den Strom und damit den Lastverlauf; die exakte Verbrauchsmenge in Kilowattstunden liefert der ausgelesene Zähler, während die Zange sie aus einer hinterlegten Spannung berechnet. Achten Sie jeweils darauf, dass Messbereich und Anzahl der Phasen zu Ihrer Anwendung passen.

Reichweite und Umgebung. LoRaWAN kommt weit, aber Metallgehäuse, Stahlbeton und Kellerlagen kosten Signal, ein Problem, das man auch von der Funkverbindung im Zählerschrank kennt. Planen Sie die Gateway-Position mit ein. Im Zweifel hilft eine externe Antenne am Gateway mehr als ein stärkerer Sensor.

Stromversorgung. Batteriebetriebene Sensoren sind am flexibelsten, haben aber eine begrenzte Laufzeit; netzgespeiste Varianten laufen dauerhaft. Manche Stromzangen versorgen sich zusätzlich induktiv aus der gemessenen Leitung und brauchen dann weder Batterie noch Netzteil. Was besser passt, hängt von Messintervall und Zugänglichkeit ab.

Datenformat und Zielsystem. Am Ende sollen die Werte in Ihrem System landen. Klären Sie früh, wie die Nutzdaten dekodiert werden und ob eine passende Dekodierung für Ihre Plattform vorliegt.

In unserem Sortiment finden Sie dafür passende LoRaWAN-Geräte: für die direkte Strommessung mit Stromzange die Milesight CT-Serie (Smart Current Transformer, z. B. CT101 oder CT103) und den Watteco INTENS’O mit Split-Core-Stromwandler; letzterer eignet sich besonders, um den Status und Überverbrauch von Maschinen, Aufzügen oder Beleuchtung zu überwachen. Für die Auslesung vorhandener Zähler stehen die Impuls-Transceiver der Adeunis PULSE-Reihe und die Pulse-Sensoren von Watteco bereit. Welches konkrete Modell mit welchem Messbereich für Ihren Fall passt, klären wir gemeinsam anhand des jeweiligen Datenblatts. So vermeiden Sie die klassische Fehlbestellung und die zweite Anfahrt.

Die Anbindung ans Gateway: das oft unterschätzte Stück

LoRaWAN-Stromsensoren zum Nachrüsten im Signalfluss vom Stromsensor an der Leitung über das LoRaWAN-Gateway bis zur Verbrauchsauswertung - Energiemonitoring ohne neue Verkabelung.

Ein Sensor allein misst noch nichts Sichtbares. Er braucht ein LoRaWAN-Gateway, das die Funkdaten empfängt und an Ihr Netzwerk oder einen LoRaWAN-Server weiterreicht. In der Praxis entscheidet die Qualität dieser Anbindung darüber, ob Ihre Werte lückenlos ankommen.

Zwei Dinge lohnen die Aufmerksamkeit: die Platzierung des Gateways (möglichst zentral, störungsarm, mit freier Sicht Richtung Sensoren) und die Antenne (in schwieriger Umgebung ist eine gut positionierte Außenantenne oft der Unterschied zwischen stabilem Empfang und sporadischen Aussetzern). Wer Sensoren und Gateway aus einer Hand plant, spart sich das spätere Nachjustieren.

LoRaWAN-Gateways · LoRaWAN-Sensoren im Shop · LoRaWAN-Leitfaden

Welcher LoRaWAN-Stromsensor ist der richtige?

Das hängt von Ihrer Messstelle ab: davon, ob Sie den Strom direkt messen oder einen vorhandenen Zähler auslesen wollen, von der Zahl der Phasen, von der Zugänglichkeit für die Stromversorgung und von der Entfernung zum nächsten Gateway. Für die direkte Messung ist ein LoRaWAN-Stromsensor mit aufklappbarem Stromwandler (Milesight CT-Serie oder Watteco INTENS’O) der direkte Weg, weil er sich um den Leiter legen lässt, ohne die Leitung aufzutrennen. Ist bereits ein Zähler mit Impulsausgang vorhanden, ist ein LoRaWAN-Impuls-Transceiver oft der erste Griff.

Fazit

Wenn Sie Verbräuche im Bestand sichtbar machen wollen, ohne dafür neue Leitungen zu ziehen, ist ein LoRaWAN-Stromsensor in vielen Nachrüst-Fällen der wirtschaftlichste Weg. Sie erfassen den Verbrauch am Zähler oder an der Messstelle, funken die Werte per LoRaWAN ans Gateway und sparen sich das Verkabeln jeder einzelnen Messstelle. Entscheidend ist, Sensor, Gateway und Antenne als System zu denken und jeden Wert vor der Bestellung am Datenblatt zu prüfen.

Genau dafür sind wir da: ime mobile solutions ist Ihr Spezialist für IoT-Konnektivität, von der Antenne über das Kabel bis zum LoRaWAN-Gateway aus einer Hand.


Ihr nächster Schritt: Sagen Sie uns, was Sie messen wollen (Maschine, Unterverteilung oder einzelner Verbraucher) und wie weit das nächste Gateway entfernt ist. Wir unterstützen Technik und Einkauf mit individueller Beratung.

 

von Amy Hilbert, Stand: 2026