LoRaWAN-Sensoren: die 7 häufigsten Industrie-Use-Cases

LoRaWAN-Sensoren – kurz erklärt

LoRaWAN-Sensoren sind batteriebetriebene Messgeräte, die Daten zuverlässig per Funk über weite Strecken im EU868-Band an ein Gateway senden. Sie arbeiten jahrelang ohne Netzstrom, melden Zustände und Alarme verschlüsselt und kosteneffizient. Ideal für Industrie, Gebäude und Kommunen – von Temperatur und CO₂ bis Füllstand und Vibration.

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Wir begleiten IoT von der Idee bis zum Betrieb seit 2017. Nutzen Sie unsere Rollout-Erfahrung.

LoRaWAN-Sensoren ausgewählt? Diese Komponenten benötigen Sie außerdem!

Gateways

Sie verbinden Sensoren mit der Anwendung. Wichtig sind Standort, Backhaul (Ethernet/LTE/5G), PoE und Monitoring.

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Kerlink Wirnet iFemtoCell Gateway – kompaktes LoRaWAN-Gateway für den Indoor-Einsatz in Smart-Building- und IoT-Anwendungen.

Antennen

Sie entscheiden über Reichweite und Stabilität. Achten Sie auf Gewinn, Montagehöhe, freie Sicht und Kabeldämpfung.

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Kompakte PUCK-Antenne von Poynting in Schwarz – optimiert für LoRa- und LoRaWAN-Anwendungen in Industrie- und IoT-Umgebungen.

Wählen Sie LoRaWAN-Sensoren vom Use-Case aus – nicht von der Produktliste. Entscheidend sind Messbereich, Batterielaufzeit, Gehäuse und Zertifizierung (z.B. ATEX). Für Rollouts zählen außerdem saubere Parametrierung, kompatible Payloads und ein stabiler Join-Prozess.

Die 7 Top-Use-Cases

1) Temperatur

Typisch:

  • Raumklima
  • Kühlkette
  • Schaltschränke
  • Rohrleitungen
  • Außenanlagen

Ziel & Nutzen: Qualität sichern, Energie sparen, frühzeitig vor Abweichungen warnen.

Stolperfalle: Sensor in Sonne montiert: zeigt ungenaue Temperatur an

 

Temperatur-Sensoren ansehen

Kühlregal mit Getränken, Sandwiches und verpackten Lebensmitteln.
Milesight CO₂-Sensor mit E-Ink-Display zeigt Luftqualität, Temperatur und Luftfeuchtigkeit in Echtzeit – geeignet für Innenräume und LoRaWAN-Anwendungen.

2) CO₂

Typisch:

  • Büros, Schulen
  • Produktion

Ziel & Nutzen: Luftqualität verbessern, Produktivität steigern, Beschwerden reduzieren.

Stolperfalle: Sensor direkt am Lüftungsauslass: hoher Wert wird nicht erkannt

 

CO₂-Sensoren ansehen

CO₂-Sensoren an einer Innenwand in ca. 1,5 m Höhe montieren.

3) Füllstand

Typisch:

  • Tanks
  • Schächte
  • Pegel
  • Behälter

Ziel & Nutzen: Überläufe vermeiden, Fahrten/Entleerungen planen, Materialverfügbarkeit sichern.

Stolperfalle: Einbauten nicht bedacht: springende Werte oder konstant falsche Füllhöhe

 

Füllstand-Sensoren ansehen

Visualisierung eines LoRaWAN-basierten Ultraschallsensors zur Wasserstandmessung an einem Rückhaltebecken mit kabelloser Datenübertragung an eine IoT-Plattform
Darstellung des Milesight EM300-MLD LoRaWAN-Leckagesensors mit Sensormatte zur Wassererkennung in einem modernen Bürogebäude, inklusive Alarmanzeige bei Leckage

4) Leckage

Typisch:

  • Technikräume
  • Doppelböden
  • Rohrtrassen
  • Kühlanlagen

Ziel & Nutzen: Wasserschäden verhindern, Stillstände vermeiden, Wartung planbar machen.

Stolperfalle: falsche Montage: Leckage wird nicht erkannt

 

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5) Türkontakt

Typisch:

  • Zugänge
  • Schaltschränke
  • Lager
  • Kühlräume

Ziel & Nutzen: Zutritt im Blick, Kühlketten sichern, Audit-Trail schaffen.

Stolperfalle: zu großer Abstand zwischen Kontakt und Magnet: falscher Alarm

 

Türkontakte ansehen

Contact-Sensor zur Zustandsüberwachung in Smart-Buildings – ideal für IoT-Anwendungen über LoRa oder LoRaWAN zur Steuerung von Türen, Fenstern oder Maschinen.
Traditionelle Stromzähler in einem Schaltschrank – Symbolbild für die Umrüstung auf digitale Smart Meter im Rahmen moderner Energieerfassung und -überwachung.

6) Zähler

Typisch:

  • Wasser, Gas, Strom
  • Wärme
  • Maschinen-Impulse.

Ziel & Nutzen: Transparenz schaffen, Peaks erkennen, Kosten verteilen, Ableseaufwand senken.

Stolperfalle: unregelmäßiges Monitoring: Stromspitzen fallen nicht auf

 

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7) Vibration

Typisch:

  • Pumpen
  • Motoren
  • Aggregate

Ziel & Nutzen: Ausfälle früh erkennen, Wartung planen, Ersatzteile rechtzeitig beschaffen.

Stolperfallen: falscher Montagepunkt: falsche Messwerte

 

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BOB Assistant ATEX Zone 1 Sensor von Watteco zur Überwachung explosionsgefährdeter Bereiche in Industrieanlagen – robust, IoT-fähig, LoRaWAN-kompatibel.

Unsere Services

  • Technische Beratung und Technologieentscheidung
  • Funkplanung, Standortanalyse, Abdeckungssimulation
  • Prestaging mit Vorkonfiguration von Gateways und Sensoren

Für eine persönliche Einschätzung Ihrer Anforderungen nutzen Sie unsere individuelle Beratung.

Christoph Hilbert, Geschäftsführer der ime mobile solutions GmbH - steht für technische Expertise, strategische Kundenberatung und partnerschaftliche Umsetzung komplexer IoT- und Netzwerktechnikprojekte.

Unser Success Stories

FAQ’s zum Thema LoRaWAN-Sensoren

Was sind LoRaWAN-Sensoren?

LoRaWAN-Sensoren sind batteriebetriebene Messgeräte, die Daten über das lizenzfreie EU868-Band an ein Gateway senden. Typisch sind mehrjährige Batterielaufzeiten, regelmäßige Heartbeats und Events bei Grenzwertüberschreitungen.

Welche Anwendungsfälle sind typisch?

Die häufigsten Industrie-Use-Cases sind:

  • Temperatur – Raumklima, Kühlkette, Schaltschränke, Rohrleitungen
  • CO₂ – Luftqualität in Büros, Schulen, Produktionsbereichen
  • Füllstand – Tanks, Schächte, Pegel, Behälter
  • Leckage – Technikräume, Doppelböden, Rohrtrassen, Kühlanlagen
  • Türkontakt – Zugänge, Schaltschränke, Lager, Kühlräume
  • Zähler – Wasser, Gas, Strom, Wärme sowie Maschinen-Impulse
  • Vibration – Zustandsüberwachung von Pumpen und Motoren

Jeder Use-Case hat eigene Auswahlkriterien (Messbereich, Batterielaufzeit, Gehäuse, Zertifizierung) und typische Start-Parameter – Details finden Sie in den jeweiligen Abschnitten oben.

Woran scheitern Projekte am häufigsten?

Unklare Grenzwerte, fehlende Dokumentation, falsche Montage, zu lange Koaxwege bei externen Fühlern sowie fehlendes Monitoring. Abhilfe: klare Profile, saubere Inbetriebnahme, kurze Kabelwege, Test-Join, Alarm-Review nach 2-4 Wochen.

Wir helfen gerne bei der Planung, um Ihnen bei einem reibungslosen Ablauf zu sichern!

Wann ist NB-IoT statt LoRaWAN sinnvoll?

Wenn Providernetz-QoS, feste SLAs oder geringe Latenz entscheidend sind – oder wenn keine eigene Infrastruktur aufgebaut werden soll. LoRaWAN punktet bei Batterielaufzeit, Flexibilität eigener Netze und niedrigen Betriebskosten. mehr Informationen finden Sie hier

von Amy Hilbert, verfasst am 03.09.2025